Je größer die Anzahl der in Deutschland ankommenden Asylanten, umso mehr Anschläge auf Asylheime. Einem Bericht des Tagesspiegels zufolge zeigte sich Innenminister Thomas de Maizière diesbezüglich besorgt. Er sprach von 490 Angriffen auf Asylbewerberunterkünfte in diesem Jahr. Die sei eine „Schande für Deutschland“.

Zwei Drittel der Tatverdächtigen seien Bürger aus Regionen, „die sich bisher nichts zu Schulden kommen ließen“. Dem müsse man entgegenwirken. „Wir müssen ihnen begreiflich machen, dass sie inakzeptable Straftaten begehen: Körperverletzungen, Mordversuche, Brandanschläge. Das ist eine Schande für Deutschland. Da darf es auch keine klammheimliche Zustimmung geben.“

Im vergangenen Jahr sprach man laut Statistiken der Amadeu Antonio-Stiftung von 153 gewalttätigen Angriffen auf Flüchtlingsunterkünfte, darunter 35 Brandstiftungen. Fremdenfeindliche Motive werden bei diesen Taten nicht ausgeschlossen.

„Es sind Zivilisationsschranken gefallen. Wir müssen darum kämpfen, dass man bestimmte Dinge einfach nicht sagt und tut. Wir dürfen Gewalt und Hass nicht tolerieren“, so de Maizière.