Sieben nach der Niederschlagung des Putsches in der Türkei geflohene Militärs erhalten Medienberichten zufolge kein Asyl in Griechenland. Eine Asylkommission in Athen habe die Anträge von sechs der türkischen Militärs am Dienstag abgelehnt. Zuvor war Ende September der Asylantrag des siebten Soldaten abgelehnt worden. Sie hatten sich zusammen mit einem achten Offizier Mitte Juli mit einem Armeehubschrauber nach Griechenland abgesetzt. Wie das griechische Nachrichtenportal „To Proto Thema“ unter Berufung auf die Anwältin der Männer weiter berichtete, werde die Entscheidung über den letzten Offizier in den nächsten Tagen fallen.

„Die Militärs haben jedoch das Recht, Rechtsmittel einzulegen“, sagte Rechtsanwalt Giorgos Stamatopoulos der Deutschen Presse-Agentur. Damit könnte sich das Verfahren „in die Länge ziehen“. Bereits kurz nach ihrer Flucht wurden die Soldaten von einem Gericht in Alexandropoulis schuldig befunden, illegal die Grenze überquert zu haben, und zu einer Haftstrafe von zwei Monaten auf Bewährung verurteilt. Die Verurteilung ist jedoch nicht mit dem Asylverfahren verbunden.

Die acht Militärs waren nach dem Putschversuch in der Türkei mit einem Hubschrauber in die grenznahe griechische Stadt Alexandroupoli geflohen und hatten Asyl beantragt. Ankara verlangte umgehend die Auslieferung der Männer mit dem Hinweis, die Militärs seien an dem Putschversuch beteiligt gewesen. Der griechische Regierungschef Alexis Tsipras hatte wiederholt erklärt, in dem Fall entscheide die griechische Justiz. (dpa/ dtj)