Bange Minuten für den türkischen Oppositionsführer Kemal Kılıçdaroğlu: In einer gebirgigen Gegend im Nordosten der Türkei ist der Konvoi des CHP-Vorsitzenden am Donnerstagmittag in ein Feuergefecht zwischen der Gendarmerie und unbekannten Angreifern geraten.

Auch die den Konvoi begleitenden Wachmänner eröffneten das Feuer, vermutlich in der Annahme, es könnte sich um einen Angriff auf den Parteichef handeln. Ob dieser tatsächlich das Ziel war, blieb daher zunächst unklar. Ein Sicherheitsbeamter soll ums Leben gekommen sein.

Kılıçdaroğlu, Chef der Mitte-Links-Partei CHP, meldete sich türkischen TV-Berichten zufolge mit den Worten, er sei in Sicherheit und unversehrt. „Gott hat uns ein Leben gegeben, wir sind bereit, es für dieses Land, für diese Nation herzugeben“, erklärte er via Twitter. Der Vorfall ereignete sich in der Nähe von Şavşat in der nordöstlichsten türkischen Provinz Artvin. Der CHP-Chef wollte der Eröffnung eines neuen Rathauses beiwohnen.

Die AKP-Regierung und die pro-kurdische HDP verurteilten den Vorfall scharf. Innenminister Efkan Ala verdächtigte die Terrororganisation PKK, hinter dem Angriff zu stehen.