Im Fokus: Attila Hildmann, Vegan-Kochbuchautor und Corona-Skeptiker. Foto: Bernd von Jutrczenka/dpa
Der wohl bekannteste deutsche Corona-Leugner Attila Hildmann hat mal wieder Probleme mit seinen Unternehmen. Bei Amazon und Lieferando sind seine Produkte nicht mehr verfügbar. Auch seine deutschen Vertragspartner rücken von ihm ab.
Attila Hildmann hat, Angaben mehrerer Medien zufolge, Probleme, seine Produkte zu vertreiben. Offenbar nahm der US-Onlineversand-Riese Amazon seine Produkte aus dem Sortiment. Auch der Essenslieferdienst Lieferando distanzierte sich von dem prominenten Corona-Leugner. Seine Berliner „Vegan Bio Snackbar by Attila Hildmann“ ist in der App nicht mehr verfügbar.
Hildmann, der zu den bekanntesten Verschwörungstheoretikern des Landes zählt, verstößt mit seinem zum Teil rechtsextremistischen Gedankengut offenbar gegen die Geschäftsbedingungen der Online-Riesen. Für den Deutsch-Türken ist besonders der Amazon-Rausschmiss schmerzhaft. Dort hatte er bis zuletzt seine veganen Bestseller-Kochbücher und Lebensmittel, wie einen Bio-Matcha-Tee, erfolgreich vertrieben.

Unternehmen rücken von Hildmann ab

Hildmann, der wegen eines deutschen Strafbefehls in die Türkei flüchtete und bis heute dort vermutet wird (DTJ-Online berichtete), hatte über seinen Telegram-Kanal immer wieder antisemitische Thesen vertreten und gegen deutsche Politiker gewettert. Mit Amazon und Lieferando verliert er seine letzten Geschäftspartner.
Bereits im vergangenen Jahr hatte Kaufland alle Hildmann-Produkte aus dem Sortiment genommen. Vitalia folgte. Und auch der Safthersteller Voelkel verbannte den überaus erfolgreichen Energydrink „Daisho“, für den Hildmann offensiv – auch in Deutschrap-Videos – warb.

Lange Liste der Verbannungen