Autodiebe stehlen in Deutschland zwar weniger, dafür teurere Wagen. Das Diebesgut war im vergangenen Jahr durchschnittlich 14 650 Euro wert, 4,3 Prozent mehr als im Vorjahr und damit so viel wie nie. Das teilte der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft am Mittwoch bezogen auf die kaskoversicherten Fahrzeuge mit.

Der Trend spiegelt den Hang der Bundesbürger zu immer teureren Neuwagen. Der durchschnittliche Listenpreis lag 2014 erstmals über 27 000 Euro. Allerdings verkaufen die Händler viele Autos mit Rabatt, wie Fachleute der Uni Duisburg-Essen ermittelt hatten.

Im vergangenen Jahr war die Zahl der Autodiebstähle weiter zurückgegangen. Das Bundeskriminalamt registrierte 18 549 gestohlene Wagen, vier Prozent weniger als im Vorjahr. Besonders stark seien die ostdeutschen Bundesländern betroffen, weil die Diebe Polen als Ziel- und Transitland nutzten, teilte die Behörde im August mit. Zwei Drittel der Tatverdächtigen waren Deutsche. Fahrer von Land Rover und Audi tragen nach Angaben der Versicherer das größte Diebstahlrisiko. Dagegen können Opel-Fahrer vergleichsweise ruhig schlafen. (dpa/dtj)

Autodiebstahl 2014