The exhibition area of Peugeot reflects in a car during the second press day of the Paris Motor Show (Mondial de l'Automobile) in Paris, France, 3 October 2014.

Der türkische Repräsentant des Autokonzerns Renault, trat jüngsten Behauptungen entgegen, dass djihadistische Extremisten ein Problem für Firmen darstellen würden, die in der Türkei investiert hätten. Die jüngsten finanziellen Nöte der Peugeot-Citroën-Gruppe seien dadurch bedingt, dass diese in den falschen Ländern investiert habe, hieß es aus der türkischen Niederlassungsleitung.

„Sehen Sie uns an, sehen Sie Fiat an“, betonte Celal Çağlar, der Leiter des Auto- und Zementgeschäftes bei Oyak, dem türkischen Partner für Renault. „Diese Marken konnten eine Bruchlandung gerade der Türkei wegen verhindern. Sie haben mithilfe der Türkei ihre Krise in Europa überwunden. Wenn Hyundai und Toyota heute sogar ihre Produktion hochschrauben, dann sieht man, wie wichtig es ist, in der Türkei zu investieren.“

Was Peugeot-Citroën, aus deren Führung man kürzlich Klagen über Probleme im Türkeigeschäft hören konnte, betrifft, seien es die falschen Entscheidungen gewesen, welche den Konzern an den Rande des Bankrotts gebracht hätten, betonte Çağlar. „Sie erlebten schwere Zeiten während der Krise, weil sie die falschen Investitionen in den falschen Ländern getätigt hatten. Deshalb gewinnt immer derjenige, der in der Türkei investiert.“

„Arbeitskosten zu hoch“

In einem Gespräch mit Hürriyet am Rande der Pariser Automobilausstellung hatte Jean-Christophe Quémard, der oberste Repräsentant für Peugeot-Citroën in der Türkei und dem Mittleren Osten, gesagt, die von der Terrormiliz IS herbeigeführte Krise im Mittleren Osten betreffe die französische Gruppe nicht. „Es sollten eher diejenigen darüber nachdenken, die in der Türkei und anderen risikoreichen Regionen investiert haben. Beispielsweise unser Rivale Renault“, wurde Quémard zitiert.

Man unterhalte keine Produktionsstätten in dieser Region, also Türkei, Irak und Syrien, betonte der Manager. „Natürlich sind wir für eine Reduktion des Engagements angesichts der eskalierenden Spannungen, aber da müssen wir uns weniger Gedanken machen als diejenigen, die dort investiert haben.“

Peugeot-Citroën betrachte zudem die Türkei wegen der Arbeitskosten nicht als Priorität im Bereich der Produktion in dieser Gegend, sondern Marokko. Der Konzern war wirtschaftlich in den vorangegangenen Jahren massiv ins Schlingern geraten und musste kürzlich von der französischen Regierung und der chinesischen Firma Dongfeng vor der Pleite gerettet werden.