Der Präsident von Fenerbahçe Istanbul, Aziz Yıldırım, ist am Sonntag auf der Mitgliederversammlung in Istanbul zum mittlerweile zwölften Mal wiedergewählt worden.

Mit 5504 Stimmen setzte sich der 62-Jährige dabei recht deutlich gegen seinen Gegenkandidaten Hulusi Belgü durch, der auf lediglich 1144 Stimmen kam.

Yıldırım kündigte an, sich umgehend nach seiner Wiederwahl auf die Suche nach einem neuen Trainer und neuen Spielern für den Vizemeister der Saison 2014/15 zu machen. Pressesprecher Mahmut Uslu kündigte für die kommende Saison größere Umstrukturierungen im Kader an.

„Es wird und muss Veränderungen geben. Wir brauchen mindestens 7-8 neue Spieler“, wird Uslu zitiert. Dabei wird unter anderem über eine mögliche Verpflichtung des brasilianischen Stürmers und aktuellen Torschützenkönigs José Fernando (Fernandão) spekuliert, der derzeit noch beim Tabellensechsten Bursaspor unter Vertrag steht.

Ob Yıldırım seine Amtszeit regulär beenden wird, hängt vom Ausgang des wiederaufgenommenen Strafverfahrens gegen ihn ab, das 2011 wegen des Verdachts der Verwicklung in einen Manipulationsskandal begonnen hatte und 2012 mit einer Verurteilung durch ein Sondergericht zu einer Haftstrafe in Höhe von sechs Jahren und drei Monaten endete, das im April 2014 vom Obersten Gerichtshof bestätigt wurde.

Am 23. Juni ordnete ein Istanbuler Gericht jedoch wegen Verfahrensfehlern eine teilweise Wiederaufnahme an, die zumindest mit einer Minderung der Strafe enden könnte. Zum Ende des Verfahrens soll Yıldırıms Angaben zufolge Ali Koç an seine Stelle treten.