Bei dem Anschlag auf das Satiremagazin „Charlie Hebdo“ wurde und wird in vielen Medien der religiöse Hintergrund der Täter in den Vordergrund gestellt. Dass Muslime aber auch Opfer, wie im Fall des am Mittwoch erschossenen Polizisten Ahmed Merabet, oder auch Helden sein können, wird oftmals nur am Rande erwähnt.

Am Freitag kam es in Paris einem Supermarkt für koschere Lebensmittel zu einer Geiselnahme, die blutig beendet wurde. Jetzt stellte sich heraus, dass der aus Mali stammende und im Supermarkt angestellte Lassana Bathily ein größeres Blutbad verhinderte.

Bathily riskierte Medienberichten zufolge sein eigenes Leben, indem er sechs Kunden im Kühlraum des Ladens Unterschlupf gewährte.

„Als der Attentäter hereinstürmte, habe ich die Kunden in den Kühlraum geschoben, das Licht und die Kühlung abgeschaltet und allen gesagt, sie sollen ruhig bleiben“, zitiert RTL den 24-Jährigen. Demnach war auch ein zweijähriges Baby unter den Versteckten.

Bathily wird nun in den französischen Medien gefeiert. Dabei wird allerdings sein muslimischer Hintergrund in den Fokus gerückt. Dabei sollte seine Tat gewürdigt werden. Genauso wie die Tat der Terroristen verurteilt werden sollte, und nicht ihre Religion, der sie vorgaben, anzugehören.