In einem Interview für die belgische Tageszeitung La Dernière Heure gab der Prinz Laurent von Belgien an, dass er den Koran lese und seine Kinder auch Arabisch lernten. „Als ich diese arabisch sprechende Frau hörte, war ich sofort fasziniert. Es ist eine reiche Sprache. Ohne sie überhaupt sprechen zu können, habe ich sie lesen gelernt“, berichtete der 51-Jährige.

„Das Besondere an dieser Sprache ist für mich das Verständnis für die Denkweise der Arabisch sprechenden Menschen. Dies ist im Französischen leider nicht der Fall. Die französische Sprache zeigt einem nicht automatisch die Denkweise der Französisch sprechen Menschen.“ Dies sei der Grund gewesen, Arabisch zu lernen und seinen Kindern die Sprache zu lehren: „Meine Kinder haben schon das arabische Alphabet gelernt“. Die arabische Sprache sei auch eine ganz besondere Sprache. Um den Reichtum der Sprache zu zeigen, könnte man in einem Brief Bücher darüber schreiben. „Diese Sprache spricht sowohl Unwissende als auch Wissende gleichermaßen an“, so Laurent im Interview.

Arabisch für die Familie

Für seine drei Kinder habe er auch einen privaten Lehrer engagiert, um ihnen die Sprache zu lehren. „Meine Kinder haben viele Arabisch sprechende Freunde. Sie lernen auch die Kalligraphie. Das Geheimnisvolle an dieser Sprache ist, dass man sie lesen kann ohne sie verstehen und sprechen zu können. Ist das nicht wundervoll?“

Er sei nicht zum Islam konvertiert wie in einigen Medien berichtet werde. Der Prinz habe sich dem Koran gewandt, da er auf Arabisch sei und von allen Arabisch sprechenden Bevölkerungen als einziges gemeinsames Buch akzeptiert werde. „Ich habe eine Muslimin kennengelernt. Sie war eine außergewöhnliche, eine ganz besondere Person. Die Sprache hat mich lediglich zum Koran geführt, nicht zur Religion“, erläuterte der Prinz von Belgien.