Die Trauer in der Türkei nach dem Bergwerkunglück in Soma ist groß.

JOACHIM GAUCK: Der Bundespräsident sprach dem türkischen Staatschef Abdullah Gül seine Anteilnahme aus. „Meine Gedanken sind bei den Hinterbliebenen und den Angehörigen der noch vermissten Bergleute“, schrieb Gauck, der erst vor kurzem die Türkei besucht hatte.

ANGELA MERKEL: Die Kanzlerin schrieb an den türkischen Regierungschef Recep Tayyip Erdoğan: „Unsere Gedanken sind bei den Angehörigen der Opfer. Den Verletzten wünschen wir eine rasche und vollständige Genesung.“ Deutschland stehe in diesen schweren Stunden eng an der Seite der Türkei.

FRANK-WALTER STEINMEIER: Der Außenminister betonte: „Ich bin erschüttert über das furchtbare Unglück in dem türkischen Kohlebergwerk, das so viele Opfer gefordert hat.“ Deutschland stehe bereit zu helfen, wenn die Türkei das wünsche.

PAPST FRANZISKUS: Das Oberhaupt der katholischen Kirche rief zum Gebet für die Opfer auf. „Ich lade euch dazu ein, für die Bergleute zu beten, die gestern in der Mine in der Türkei ums Leben gekommen sind und für diejenigen, die noch immer in den Stollen gefangen sind“, sagte der Argentinier bei seiner wöchentlichen Generalaudienz vor Hunderten Pilgern auf dem Petersplatz. Franziskus bat zudem um Trost für die Hinterbliebenen der Opfer.

TÜRKISCHER FUSSBALLVERBAND: Der Verband (TFF) sagte für den Mittwoch und Donnerstag alle Spiele ab. Die Begegnungen würden auf einen späteren Zeitpunkt verschoben, teilte der TFF mit. Bei den Partien, die zwischen Freitag und Sonntag stattfinden, werde keine Musik gespielt. Die Spieler würden schwarze Armbinden tragen. Zudem solle vor den jeweiligen Begegnungen mit einer Schweigeminute der mehr als 200 Toten der Katastrophe vom Dienstag gedacht werden.

DEUTSCHE GEWERKSCHAFT: Die Bergbaugewerkschaft IG BCE sicherte den Bergleuten Unterstützung zu. IG BCE-Chef Michael Vassiliadis sagte auf dem DGB-Bundeskongress in Berlin: „Wir trauern mit unseren Kollegen in der Türkei.“ Zugleich forderte er, dass die Bergwerke weltweit endlich sicherer werden müssten. Die rund 400 Delegierten des Gewerkschaftskongresses gedachten der Opfer des Grubenunglücks mit einer Schweigeminute.

ISRAELISCHER RETTUNGSDIENST: Die Hilfsorganisation Magen David Adom bot der Türkei Hilfe an. Es könnten sehr schnell Rettungskräfte und medizinische Ausrüstung geschickt werden, berichtete die Zeitung „Jerusalem Post“ unter Berufung auf den Rettungsdienst.

RUSSISCHE FÖDERATION: Auch der Präsident der Russischen Föderation, Vladimir Putin, hat dem türkischen Präsidenten Abdullah Gül und Premierminister Recep Tayyip Erdoğan wegen der Havarie im Bergwerk kondoliert, meldet der Pressedienst des Kremls.

US-BOTSCHAFT ANKARA: Über seinen Twitteraccount drückte auch der US-Botschafter in der Türkei, Francis Ricciardone, im Namen des Volkes der USA sein Beileid gegenüber den Familien und Verwandten der Bergarbeiter aus, die bei dem Unglück ums Leben kamen.

Kondolenzadressen kamen zudem unter anderem auch vom britischen Botschafter in der Türkei, Richard Moore, von EU-Erweiterungskommissar Stefan Füle, vom Europarats-Generalsekretär Thorbjörn Jagland und vom Präsidenten Aserbaidschans, Ilham Aliyev.

Das Unglück ereignete sich am Dienstag in der westtürkischen Provinz Manisa im Distrikt Soma. Etwa 200 Menschen kamen ums Leben. Aufgrund dessen wurde in der Türkei dreitägige Trauer angeordnet. (dpa/RUVR/AFP/dtj)