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Berlin: Humboldt-Universität erhält Institut für islamische Theologie

Das in Berlin geplante Institut für Islamische Theologie soll an der Humboldt-Universität (HU) angesiedelt werden. Dort solle es im Sommersemester 2017 eingerichtet werden, kündigten Universität und Senat am Donnerstag in Berlin an. Der Studienbetrieb soll im Wintersemester 2018/19 aufgenommen werden. Die Lehrveranstaltungen sollten wissenschaftliche Grundlagen in islamischer Theologie zur Ausbildung von Imamen vermitteln sowie Studierende für den Schulunterricht qualifizieren. Berlin wird damit der bundesweit siebte Hochschulstandort mit Islamischen Studien.

Für die Gründungsphase stellt das Land Berlin im kommenden Jahr 500.000 Euro zur Verfügung, wie Universität und Senat ankündigten. Zudem werde es im Rahmen der Hochschulverträge eine dauerhafte Finanzierung geben. Wissenschaftssenatorin Sandra Scheeres (SPD) erklärte, das neue Studienangebot solle eine Lücke schließen. „Gerade in Berlin ist der Bedarf an hier ausgebildeten islamischen Theologen in vielen Bereichen vorhanden“, so Scheeres. HU-Präsidentin Sabine Kunst kündigte an, die Universität werde gemeinsam mit Religionsgemeinschaften und weiteren Experten über die Anbindung des Instituts an die Hochschule sowie Konzepte in Forschung und Lehre beraten.

Im Frühjahr hatte sich eine auf Initiative von Scheeres eingerichtete Arbeitsgruppe auf die Gründung eines Instituts für Islamische Theologie an einer Hochschule des Landes Berlin verständigt. In der Arbeitsgruppe waren auch die größten muslimischen Verbände in Berlin sowie Experten bereits bestehender Standorte für Islamische Theologie vertreten. Die Senatorin betonte, ein enger Dialog sei eine wichtige Voraussetzung für einen Erfolg des Instituts. Kunst bezeichnete die Einrichtung eines solchen Instituts als notwendig für eine multikulturelle und multireligiöse Stadt wie Berlin. (kna/ dtj)

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