Beschneidungsverbot macht Deutschland zur Komiker-Nation

„Wir machen uns ja sonst zur “, sagte die Bundeskanzlerin gegenüber dem Urteil des Kölner Landgerichts, das Beschneidungen von Jungen für nicht rechtmäßig erklärte. „Ich will nicht, dass das einzige Land auf der Welt ist, in dem nicht ihre Riten ausüben können“, zitierten Financial Times Deutschland und Bild die Bundeskanzlerin. Warum sie die rund vier Millionen Muslimen im Land nicht erwähnte, blieb allerdings unklar. Auch die Bundesfamilienministerin Christina Schröder machte sich stark für verantwortungsvoll durchgeführte Beschneidungen von Jungen. Sie unterstrich aber gleich, dass diese Regelung nur für Junge gelten dürfe.

Außer der Linken denken die anderen politischen Parteien nicht anders und wollen am Donnerstag eine Resolution zur Beschneidung ins Parlament einbringen. Wie die Neue Westfälische Zeitung berichtete, wollen die Parteien damit den politischen Willen zum Ausdruck bringen, die rituellen Beschneidungen, die Juden und seit Jahren durchführen, straffrei zu halten.