Vom Supermond dürfte am Montagabend und in der Nacht zum Dienstag vielerorts kaum etwas zu sehen sein. Regenwolken verdecken das Himmelsschauspiel in weiten Teilen Deutschlands, wie die Meteorologin Magdalena Bertelmann vom Deutschen Wetterdienst in Offenbach sagte. „Am besten sind die Chancen im Südosten, vor allem in Bayern – allerdings auch nur am Abend und in der ersten Nachthälfte. Dann ziehen auch dort Wolken auf.“

Exakt um 14.52 Uhr war am Montag die Vollmondphase eingetreten. Drei Stunden zuvor kam der Mond mit 356 509 Kilometern Distanz in extreme Erdnähe. Erst am 7. April 2020 wird unser Nachbar der Erde mit 356 907 Kilometer ähnlich nahe kommen.

Der derzeitige Supermond ist nach Auskunft von Björn Voss, Leiter des Planetariums im LWL-Museum für Naturkunde in Münster, rund sieben Prozent größer als es im Durchschnitt der Fall ist. Die Bahn des Mondes ist elliptisch. „Er ist nie gleich groß“, sagte Voss. Ein
Beispiel: Werde der kleinste Mond mit einer 1-Euro-Münze verglichen, so entspräche der größte in etwa einem 2-Euro-Stück.

Die dunklen Bereiche als auffälliges Merkmal des Erdtrabanten seien „Mondmeere“, sagte Voss. Es handele sich aber nicht um Gewässer oder
gebirgige Bereiche, sondern um dunkles Gestein wie etwa Basalt. Die Erhebungen des Mondes seien die hellen Regionen. (dpa)