Bozdağ bestreitet Verstrickung des MİT in Pariser Morde

spekulierten in den vergangenen Tagen über eine mögliche Verstrickung des türkischen Geheimdienstes (Millî İstihbarat Teşkilâtı, kurz ) in die Ermordung von drei -Terroristinnen, die im Januar 2013 in Paris erschossen wurden. Auslöser der Spekulationen war die kurzzeitige Veröffentlichung eines angeblichen Gesprächsmitschnittes auf Youtube. Auf dem anonym eingestellten Mitschnitt, der mittlerweile wieder gelöscht worden zu sein scheint, soll der Hauptverdächtige Ömer Güney mit zwei MİT-Mitarbeitern über die genaue Durchführung des Mordes beraten haben. Die Authentizität des Mitschnittes konnte bislang von keiner Seite bestätigt werden.

Der türkische Justizminister Bekir Bozdağ äußerte sich am Montag auf einem Treffen der parlamentarischen Justiz-Kommission zu den Vorwürfen an den MİT und verneinte jegliche Beteiligung des Dienstes an der Tat. Der türkische Geheimdienst habe sich während seiner Operationen stets an die geltenden Gesetze gehalten, so Bozdağ.

Bei der Tat im Januar 2013 waren die PKK-Aktivistinnen Fidan Doğan, Leyla Söylemez und das hochrangige PKK-Mitglied Sakine Cansız in einem Bürogebäude der PKK erschossen worden. Unmittelbar nach der Tat war in der die Sorge vor einem Abbruch der zu diesem Zeitpunkt laufenden Friedensverhandlungen zwischen der türkischen Regierung und der PKK als Reaktion auf den Mord laut geworden.

Im August 2013 sorgte darüber hinaus die Ablehnung einer Zusammenarbeit zur Aufklärung der Tat von französischer Seite für Unverständnis in der Türkei. Die französischen Behörden ignorierten beispielsweise Anfragen des für den Fall zuständigen Büros der Staatsanwaltschaft in Ankara, das Einsicht in die französischen Akten haben wollte.

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