Bei einem Brand in einem Wohnhochhaus in der aserbaidschanischen Hauptstadt Baku sind gestern 16 Menschen ums Leben gekommen und 63 verletzt worden. Unter den Toten waren auch vier Kinder. Die Feuerwehr rückte mit einem Großaufgebot an, konnte den Brand jedoch erst nach mehreren Stunden löschen. Durch das Feuer wurde die Vorderseite des 16-stöckigen Hochhauses komplett und die Rückseite bis auf 6 Stockwerke zerstört. 11 der 16 Todesopfer konnten bereits identifiziert werden.

Bei ihrem Einsatz konnte die Feuerwehr aber auch 37 Menschen aus dem brennenden Gebäude in Sicherheit bringen. Das Gebiet um das Hochhaus wurde zudem evakuiert.

Währenddessen wurde der Besitzer der Firma Global Construction, die die Außenverkleidung des Gebäudes installiert hat, in Untersuchungshaft genommen. Er steht in Verdacht, verantwortlich für den Brand zu sein, da dieser mutmaßlich durch die Entzündung billiger und untauglicher Dämmstoffe ausgebrochen ist, wie der aserbaidschanische Generalstaatsanwalt Sakir Garalov verlauten ließ. Bereits Anfang des Jahres habe es in Baku zwei verheerende Wohnungsbrände aus demselben Grund gegeben, so Garalov.

Die türkische Botschaft in Baku veröffentlichte eine Beileidsbekundung. Darin wurde Botschafter Alper Coşkun mit den Worten „Wie immer steht die Türkei auch in dieser schwierigen Zeit an der Seite ihrer Geschwister in Aserbaidschan“ zitiert.