ARCHIV - Spieler von Fußball-Bundesligist Hertha BSC laufen am 08.01.2012 über den Trainingsplatz des

Raus aus dem Winter-Grau, rein in den Flieger. Kurz nach dem Start in die Vorbereitung Anfang Januar zieht es die Fußball-Bundesligisten in die Sonne. Alle 18 Clubs bestreiten ihr Wintertrainingslager jenseits der Heimat. „Wenn ein Trainingslager anstrengend ist, ist es leichter bei schönem Wetter als bei Schmuddelwetter“, sagte Leverkusens Kapitän Simon Rolfes, der mit Bayer am 9. Januar nach Orlando/USA reist.

Bis zum Abflug in wärmere Gefilde genießen die Bayern mit 18 Tagen den längsten Urlaub. Diese Großzügigkeit von Trainer Pep Guardiola kommt nicht von ungefähr. Schließlich steht sein Team nach einer Hinrunde der Superlative prächtig da und führt die Liga mit einem Rekordvorsprung von 11 Punkten an. Erst am 7. Januar beginnt für den Bundesliga-Spitzenreiter die Vorbereitung auf die Rückrunde. Am selben Tag nehmen 1899 Hoffenheim und der SC Freiburg die Arbeit auf.

Weniger Zeit bleibt den Profis aus Stuttgart. Um die vielen Defizite aufzuarbeiten, bittet der neue Coach Huub Stevens seine Schützlinge bereits am 3. Januar zum Training. Zwei Tage später steigen gleich zwölf Teams wieder ein.

Nach einem ersten Aufgalopp geht es auf Reisen. Um den schlechten Wetter- und Platzbedingungen in der Heimat zu entfliehen, bestreiten alle 18 Mannschaften ein Trainingslager im Ausland. Beliebtestes Ziel bleibt Belek: Mit Augsburg, Bremen, Hannover, Hertha, Paderborn und Mönchengladbach reisen gleich sechs Erstligisten in die Türkei.

Bayern zum fünften Mal in Katar

Zunehmender Akzeptanz erfreut sich die Region am Persischen Golf, wo es die Bayern, Frankfurter, Hamburger und Schalker hinzieht. Für die Münchner ist es das bereits fünfte Wintertrainingslager in Doha (Katar).

Der weiteste Trip steht den Hoffenheimern und Wolfsburgern bevor: Die beiden Anwärter auf internationale Startplätze schwitzen unter südafrikanischer Sonne.

Angesichts der problematischen Tabellensituation verzichtet Borussia Dortmund auf Experimente. Zum vierten Mal in Serie schlägt der auf Platz 17 abgestürzte Revierclub seine Zelte in La Manga auf. Die gewohnte südspanische Umgebung soll helfen, den zuletzt formschwachen Profis wieder zu alter Stärke zu verhelfen.

Die traditionell starken Rückrunden der vergangenen Jahre bestärkten die Borussen in ihrer Entscheidung, auf Bewährtes zu setzen. Trainer Jürgen Klopp ist guter Dinge, in Spanien die Grundlagen für die ersehnte Trendwende erarbeiten zu können: „Die gute Nachricht ist, wir haben eine Vorbereitung mit hoffentlich fast kompletter Besetzung. Wir werden ein erbitterter Jäger sein. Das kann ich versprechen.“

Immerhin kehren in Marco Reus, Sokratis, Henrich Mchitarjan drei Rekonvaleszenten zurück. Allerdings fehlen Pierre-Emerick Aubameyang (Afrika-Cup) sowie Shinji Kagawa und Torhüter Mitch Langerak (beide Asien-Cup) voraussichtlich im ganzen Januar. (dpa/dtj)