Bundeskanzlerin Merkel und der türkische Präsident Erdoğan
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Nach der Freilassung eines weiteren Deutschen aus türkischer Haft sieht die Bundesregierung eine «positive Entwicklung» im Verhältnis zu Ankara. Dennoch gebe es weiterhin «schwierige Themen», sagte die Sprecherin des Auswärtigen Amtes, Maria Adebahr, am Freitag in Berlin.

Am Vorabend war der 55-Jährige David Britsch nach mehrmonatiger Abschiebehaft in der Türkei wieder in die Heimat zurückgekehrt. Es war die zweite Freilassung eines Deutschen in der Türkei in dieser Woche. Erst am Montag war die Journalistin Mesale Tolu nach siebenmonatiger Untersuchungshaft auf freien Fuß gesetzt worden.

«In der Tat sind es Entscheidungen wie diese, die Hoffnung darauf machen, dass man versuchen kann, Schritt für Schritt Vertrauen wieder aufzubauen und in Richtung einer Entkrampfung des bilateralen Verhältnisses zu gehen», sagte Adebahr. Außenminister Sigmar Gabriel (SPD) selbst hatte von einem weiteren «positiven Signal» gesprochen.

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dpa/dtj