Bundestag beschließt Resolution pro Beschneidung

In der Debatte um die Beschneidung von muslimischen und jüdischen Jungen hat der Bundestag einen klaren Standpunkt eingenommen. In der Resolution des Parlaments heißt es, dass „eine medizinisch fachgerechte Beschneidung von Jungen ohne unnötige Schmerzen grundsätzlich zulässig“ sein müsse. Zudem wird in der Entschließung die Regierung aufgefordert, möglichst bis Herbst eine gesetzliche Regelung vorzulegen. Diese müsse Rechtssicherheit für Eltern und Mediziner schaffen. Die Abgeordneten stimmten dem Entschluss mit breiter Mehrheit zu. Er hat allerdings nur symbolischen Wert – rechtlich bindend ist er nicht.

Hintergrund der Diskussion ist ein Urteil des Landgerichts Köln. Die Richter hatten die Beschneidung eines vierjährigen Jungen als gesetzeswidrige Körperverletzung gewertet und damit heftige Proteste in der muslimischen und jüdischen Gemeinde ausgelöst.