Champions League, Borussia Dortmund - FC Sevilla, K.o.-Runde, Achtelfinale, Rückspiel im Signal Iduna Park. Schiedsrichter Cüneyt Çakır sieht sich während des Spiels den Video-Check an. Foto: Martin Meissner/AP-Pool/dpa

Gut, besser, Haaland – der Dortmunder Torjäger wird mehr und mehr zu einem Garanten für Superlative. Doch beim spektakulären 2:2 gegen den FC Sevilla und dem Einzug des Revierclubs in die Runde der besten acht europäischen Teams sorgt nicht nur der Norweger für Aufregung.

Ein unersättlicher Torjäger, ein kurioser Videobeweis und hitzige Wortgefechte – der erste Einzug von Borussia Dortmund in das Viertelfinale der Fußball Champions League seit 2017 geriet auch ohne Zuschauer zum Spektakel. Selbst Minuten nach dem 2:2 (1:0) gegen den FC Sevilla schien der Adrenalinspiegel bei allen Beteiligten noch immer nahe am Maximum. Auch Edin Terzic fiel es schwer, wieder zur Ruhe zu kommen. „Als kleiner Junge hatte ich den großen Traum, mit Fußball alt zu werden. Jetzt habe ich das Gefühl, ich werde alt wegen Fußball“, kommentierte der 38-jährige BVB-Trainer im Anschluss an den furiosen Fußball-Krimi mit Happy End.

Nicht nur Haaland, sondern auch Schiedsrichter Cüneyt Çakır sorgte für reichlich Aufregung und bereicherte mit seinem Referee-Team die Geschichte des Videobeweises um eine weitere Kuriosität. Der Türke verweigerte dem vermeintlichen 2:0 von Haaland im Nachhinein die Anerkennung und gab stattdessen Elfmeter für den BVB wegen eines Fouls rund drei Minuten zuvor. Den Strafstoß von Haaland hielt FC-Keeper Yassine Bounou, hatte sich dabei aber zu früh von der Torlinie wegbewegt. Deshalb erhielt der Norweger eine zweite Chance – und traf. „Beim zweiten Elfmeter war ich schon ein wenig nervös“, gestand der Schütze.

Hier die kuriosen Minuten im Live-Ticker:

Quelle: liveticker.com

Das Fachportal „kicker“ kam zum Fazit, dass der türkische Top-Schiedsrichter alles richtig entschieden habe, das „Durcheinander aber leicht vermeidbar gewesen wäre – wenn der Videoschiedsrichter Massimiliano Irrati sich nicht gemeldet und Çakır einfach bei seinen ursprünglichen, durchaus vertretbaren Einschätzungen geblieben wäre“.

dpa/dtj