gemüseverkäuferin bylock-teyze

Aus der Türkei sind seit dem Putschversuch von vor einem Jahr fast täglich Nachrichten über Verhaftungen oder Entlassungen zu lesen. Eine neue Verhaftungswelle hat heute auch den anatolischen Ort Aksaray erreicht. Dort wurden 16 Menschen, die eine vermeintliche Nähe zu der Hizmet-Bewegung des muslimischen Gelehrten Fethullah Gülen haben sollen, in Untersuchungshaft genommen. Sie alle sollen die App „ByLock“ auf ihr Handy heruntergeladen haben. 

Eine Festnahme sorgte allerdings für Aufregung. Dabei geht es um eine Verkäuferin, die an die 60-Jahre alt zu sein scheint und auf dem wöchentlichen Markt Gemüse verkaufen wollte. Ihr Name: Gülen D. Die Verkäuferin zeigte sich besonders überrascht: „Seid ihr sicher, dass es kein Missverständnis ist? Ich habe mit niemandem Probleme..“ Der Polizeibeamte gab der Verkäuferin nur knappe Antworten, wie auf einem Video zu sehen ist: „Ich weiß es nicht. Aber hier können wir nicht reden. Ich habe ein Haftbefehl gegen Sie vorliegen und muss Sie deshalb mit auf die Polizeiwache mitnehmen“, so der Beamte. 

Als die Polizeibeamten die Verkäuferin am Arm halten wollten, wehrte sie sich dagegen. 

 

Nutzer von sozialen Medien ärgerten sich über die Festnahme: 

„Ist das ein Kamerascherz?“, fragte ein Nutzer unter einem türkischen Nachrichtenportal, das dieses Video teilte. Das sei „beschämend“, so ein anderer. 

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