Erdogan als Soldat in Istanbul
Das Bild zeigt Erdogan 1982 beim Militärdienst in Istanbul/ Tuzla. Es wurde durch die türkische Nachrichtenagentur DHA an ihre Kunden bereitgestellt. Screen/Foto von: DHA /Twitter

Die türkische Nachrichtenagentur Doğan hat am Sonntag ein Foto an ihre Kunden bereitgestellt, das für große Aufmerksamkeit im Land gesorgt hat. Dabei geht es um ein Foto aus der Zeit der Wehrpflicht des türkischen Staatspräsidenten Recep Tayyip Erdogan. Zwar scheint das auf dem ersten Blick nicht ungewöhnlich. Schließlich sind Fotos von Erdogan aus dieser Zeit schon bekannt. Doch das Veröffentlichungsdatum und der Titel machen das Bild noch wichtiger als es ist.  Denn das Foto wurde ausgerechnet einen Tag nach einer wichtigen Rede des Staatspräsidenten an die Kunden geliefert. Am Samstag hatte der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan von einer «ernsthaften Operation» im syrischen Idlib gesprochen. Im Untertitel des Fotos wird Erdogan als „Başkomutan“ (dt. Oberbefehlshaber) und „çakı gibi asker“ (dt. Der eisener) bezeichnet. Das Foto stammt aus 1982. 

Gefechte in der Grenzregion

Tatsächlich hat die Operation wohl auch schon begonnen. In der Grenzregion zwischen Syrien und der Türkei haben sich Einheiten des türkischen Militärs und islamistische Rebellengruppen schwere Gefechte geliefert. Türkische Einheiten hätten Gebiete in der Nähe des Grenzübergangs zur von Rebellen kontrollierten Provinz Idlib mit schwerer Artillerie unter Beschuss genommen, berichteten die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte und Rebellengruppen am Sonntag.

Türkei einigt sich mit Russland und Iran über Deeskalationszone

Der Beschuss habe vor allem Gebiete um den Grenzort Kafar Lusein getroffen. Mehrere Geschosse seien auch in der Nähe eines Flüchtlingslagers eingeschlagen, hieß es aus Rebellenkreisen. Berichte über Opfer lagen zunächst nicht vor. Kämpfer des islamistischen Rebellenbündnisses Haiat Tahrir al-Sham (HTS), zu dem auch der frühere Al-Kaida-Ableger Al-Nusra-Front gehört, feuerten auf einen türkischen Militär-Bulldozer.

Die Türkei hatte sich mit Russland und dem Iran auf die Einrichtung einer sogenannten Deeskalationszone in Idlib verständigt. Radikale Gruppen sind von der Feuerpause ausgenommen.

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