Drei Lehrer in Cardiffe fasteten einen Tag lang aus Solidarität mit ihren muslimischen Mitstudenten. Zudem verbirgt sich hinter Aktion ein guter Zweck.
Drei Lehrer in Cardiffe fasteten einen Tag lang aus Solidarität mit ihren muslimischen Mitstudenten. Zudem verbirgt sich hinter Aktion ein guter Zweck.

Viele Nichtmuslime fragen sich, wie man das Fasten im Ramadan aushält und probieren es für einen oder mehrere Tage selbst aus. Oft ist es aber nicht nur die Neugier, sondern auch ein Gefühl der Solidarität mit ihren muslimischen Freunden, die Nichtmuslime zum Fasten inspiriert. Drei Lehrer der Keltisch-Englischen-Akademie in Park Place in Cardiff (Wales) entschieden sich in diesem Jahr, auch einen Tag zu fasten – um ihre vielen muslimischen Studenten zu unterstützen und sich für einen guten Zweck stark zu machen.

Vergangenen Freitag hatten sie 19 Stunden lang gefastet und auf Essen und Trinken verzichtet. Das Ziel der drei Lehrer Andrew Bodgin, Jon Letson und Jennifer John war es, auf den Ramadan aufmerksam zu machen und armen Menschen vor Ort zu helfen. Mit ihrer Aktion erhofften sie sich, £500 für das Projekt ‚Foodbank’ zusammenzubekommen.

Auf die Idee kamen sie, nachdem sie von der Ankündigung der Dar Ul-Isra-Moschee gelesen hatten, die in ihrer Stadt 400 Menschen, einschließlich Obdachloser und unabhängig von ihrer Religion, während des gesamten Ramadan am Iftar teilhaben lässt.

„Ein Weg, um mit unseren muslimischen Studenten in Kontakt zu treten“

Nachdem sie von Sonnenauf- bis Sonnenuntergang gefastet hatten, nahmen auch sie an dem gemeinsamen Iftar in der Moschee teil. Andrew Bodgin betonte, dass diese Geste auch ein Zeichen der Solidarität mit seinen muslimischen Studenten sei. „Viele unserer internationalen Studenten sind Muslime. Indem wir an dem Fasten teilnehmen, wollen wir ihnen, aber auch den übrigen muslimischen Einwohnern unsere Solidarität entgegenbringen. Nachdem wir sahen, welche Erfolge diese Studenten trotz Fasten erreichten, wollten wir ihnen zeigen, dass wir ihnen Empathie entgegenbringen und sagen, dass wir hinter ihnen stehen, zumal Muslime vor Ort gelegentlich mit Diskriminierung konfrontiert sind. Je mehr wir uns mit verschiedenen Menschen und Kulturen zusammentun, desto besser ist es.“

Bodgin gestand, dass es ihm schwer fallen würde, 19 Stunden lang ohne Essen und Trinken auszukommen. „Ich werde mein morgendliches Frühstück vermissen. Ich werde den Kuchen vermissen, der im Lehrerzimmer steht und ich werde meinen Kaffee am Morgen vermissen. Aber ich bin mir sicher, dass ich einen Tag lang darauf verzichten kann.“