Galatasaray verlor am Dienstagabend zum Champions-League-Auftakt im eigenen Stadion gegen Real Madrid deutlich mit 1:6. Dabei war die Mannschaft von Trainer Fatih Terim in den ersten 30 Minuten das spielbestimmende Team. Die „Löwen“ hatten ein leichtes Übergewicht und konnten sich mehrere Torchancen herausspielen. Sowohl Felipe Melo (2.) als auch Wesley Sneijder (17.) hatten die Möglichkeit ihre Farben in Führung zu bringen, scheiterten aber am aufmerksamen Iker Casillas, der wenig später verletzungsbedingt ausgewechselt werden musste.

Doch auch der eingewechselte Diego Lopez konnte in der 30. Minute einen Kopfball von Felipe Melo entschärfen. Die Bestrafung folgte allerdings prompt durch Isco, der nach einer Flanke von Angel Di Maria seine Mannen vor der Halbzeit in Führung bringen konnte. Dem Treffer vorausgegangen war ein mangelhaftes Abwehrverhalten von Eboué. In der Halbzeitpause mussten die Galatasaray-Anhänger in der Türk-Telekom-Arena dann den nächsten Schock verdauen, weil mit Didier Drogba der Hoffnungsträger der Gastgeber aufgrund einer Verletzung ausgewechselt werden musste. Er hatte sich bereits in der 40. Minute bei einem üblen Foul von Pepe an der Schulter verletzt.

Dennoch hatte der Gastgeber die erste Chance nach Wiederanpfiff: Der für Drogba gekommene Amrabat legte butterweich für Burak Yılmaz auf, aber der vergangene Saison so treffsichere Stürmer verfehlte per Kopf aus sechs Metern, wenn auch knapp, das Tor der Gäste. Dann begann das Schaulaufen der Gäste, die durch Karim Benzema die Führung auf 0:2 erhöhen konnten und Superstar Cristiano Ronaldo machte anschließend mit einem Doppelpack den Sack zu. Obwohl der spanische Vizemeister einen Gang herunterschaltete, sollte dem Torreigen kein Ende gesetzt werden und so war es dann erneut Benzema, der sein zweites Tor und gleichzeitig den fünften Treffer seiner Mannschaft erzielte (81.). Der Ehrentreffer für Galatasaray gelang Umut Bulut, der in der 84. Minute auf 1:5 verkürzen konnte. Das letzte Wort sprach jedoch noch Ronaldo, der sich gegen die wehrlose Abwehrreihe der Istanbuler durchsetzte und somit den 1:6-Endstand herstellte. Bei fast allen Toren sah die Gala-Hintermannschaft nicht gut aus.

Nach dem Schlusspfiff blieb Galatasaray-Trainer Fatih Terim nichts anderes übrig, als sich bei den eigenen Fans zu entschuldigen: „Jeder sollte sich bewusst sein, dass der Fußball seine eigenen Prinzipien hat. Auf diesem Niveau werden Fehler knallhart bestraft. Unsere Zuschauer haben ihr Bestes gegeben, für eine tolle Stimmung gesorgt und auch Choreographien vorbereitet. Daher kann ich mich nur noch bei ihnen für den Abend entschuldigen. Aber solche Dinge gehören nun mal zum Fußball dazu. Daran können wir nichts ändern“, bedauerte der erfahrene 60-Jährige.