Das Echo auf die Vorfälle vom Dienstag rund um das Champions-League-Spiel zwischen Borussia Dortmund und Galatasaray Istanbul hält an.

Jetzt hat Dr. Christian Hockenjos, Direktor Organisation bei Borussia Dortmund, davor gewarnt, Galatasaray-Anhänger pauschal zu verurteilen.

„Wir möchten explizit nicht alle Galatasaray-Anhänger über einen Kamm scheren – auch nicht in den betroffenen Blöcken auf der Nordtribüne“, stellte Dr. Hockenjos im Rahmen einer Pressekonferenz am Mittwoch, zu der die Polizei geladen hatte, klar. Es seien die Taten einzelner gewesen, die nun aber auch sanktioniert werden müssten. „Wir sind höchst erschrocken über die Taten einzelner Fans, die keinen Respekt haben vor der Unversehrtheit anderer.“

Auch BVB-Spieler Kevin Großkreutz hatte sich nach dem Spiel ähnlich geäußert. Wichtig sei, dass niemandem etwas passiert sei. Man könne für die Taten nicht „alle Türken“ verantwortlich machen. Allerdings hätten solche Bilder in Fußballstadien nichts zu suchen.

250 zerstörte Sitzschalen, 11 Verletzte (davon eine Person durch Pyrotechnik), 21 Festnahmen und ein Sachschaden, den Borussia Dortmund vorläufig auf ca. 20.000 bis 30.000 € schätzt – das ist die Bilanz der Fußballpartie.

Das Deutsche Rote Kreuz stuft die Zahl der Verletzten vor dem Hintergrund der Zuschauerzahl von 65.581 aber als vergleichsweise gering ein. Abseits des Gästeblocks war es in allen weiteren Bereichen des Stadions während des gesamten Spiels ruhig geblieben.

In dem Fall ermittelt die Staatsanwaltschaft, unter anderem wegen versuchten Totschlags. Auch die UEFA schaltete sich heute ein. Beiden Klubs drohen drastische Strafen. (dtj/bvb.de)