Die guten alten Zeiten, als die Tribünen noch voll sein durften und die Fußballer mit Sprechchören angefeuert wurden. Die Aufnahme zeigt das Spiel aus der Champions League, als Beşiktaş Istanbul gegen RB Leipzig in der Vodafone Arena antrat (26.09.2017). Foto: Jan Woitas/dpa

Der Coronavirus breitet sich auch im türkischen Fußball immer weiter aus. Der Fußballklub Galatasaray Istanbul setzt jetzt sogar für sechs Tage das Training aus, nachdem ein Mitarbeiter positiv auf das Virus getestet wurde. Das teilte der Verein am Freitag in einer via Twitter verbreiteten Stellungnahme mit. Daneben hatten in dieser Woche bereits die Erstligisten Beşiktaş Istanbul und Kasımpaşa sowie der Zweitligaklub Erzurumspor von Infektionen unter Spielern und Mitarbeitern berichtet. Am Mittwoch hatte Erzurumspor mitgeteilt, dass elf Vereinsmitglieder, darunter vier Spieler, sich mit dem Coronavirus infiziert hätten. Sie wurden in ein Krankenhaus gebracht.

Unter den Betroffenen bei Beşiktaş befindet sich auch der Präsident Ahmet Nur Çebi. Daneben wurde sieben weitere Klubmitarbeiter positiv getestet. Das habe sich am Mittwoch bei weiteren Untersuchungen aller Fußballer und Mitarbeiter ergeben, teilte der Klub am Donnerstag mit. Die Behandlung des 61-jährigen Çebi habe sofort begonnen, hieß es. Zur Identität der anderen Infizierten gab es zunächst keine Informationen. Beşiktaş gab bereits am 9. Mai bekannt, dass Corona-Tests von einem Spieler und einem Mitarbeiter positiv ausfielen.

Türkei: Süper Lig-Fortsetzung für den 12. Juni geplant

Die Türkei hatte Liga-Spiele wegen der Corona-Krise am 19. März bis auf Weiteres verschoben. Sie sollen ab dem 12. Juni aber wieder aufgenommen werden, vorerst ohne Zuschauer. Die Fußball-Saison wird der Ankündigung nach voraussichtlich am 26. Juli enden. Die Stimmen, die unter dem Eindruck der jüngsten Meldungen einen Abbruch der Saison fordern, mehren sich.

Gesundheitsminister Fahrettin Koca teilte mit, dass die Türkei mittlerweile rund 146.500 Coronavirus-Fälle und rund 4060 Todesopfer durch Covid-19 zu beklagen habe. In Deutschland, wo die die Zahl der bekannten Fälle nach Angaben des Robert-Koch-Institutes bei 173.150 und die Zahl der Todesopfer bei rund 7.820 liegt, wird die Bundesliga an diesem Wochenende fortgesetzt.

dpa/dtj