ARCHIV - 06.02.2017, Bayern, München: Bundeskanzlerin Angela Merkel (l, CDU) und der damalige bayerische Ministerpräsident Horst Seehofer (CSU) geben nach dem Spitzentreffen von CDU und CSU in der CSU-Parteizentrale eine Pressekonferenz. (zu "Kreise: Dobrindt akzeptiert Seehofers Rücktrittsangebot nicht" vom 01.07.2018) Foto: Tobias Hase/dpa +++ dpa-Bildfunk +++

Nach der überraschenden Rücktrittsankündigung von CSU-Chef und Bundesinnenminister Horst Seehofer ist die CSU-Vorstandssitzung am Sonntagabend zunächst unterbrochen worden. Wie lange die seit fast acht Stunden andauernde Gremiensitzung pausiert, war zunächst unklar. Zuvor hatte Seehofer als Konsequenz aus dem erbitterten Asylstreit mit Kanzlerin Angela Merkel (CDU) angekündigt, seine beiden Ämter aufgeben zu wollen, wie die Deutsche Presse-Agentur aus Teilnehmerkreisen der Vorstandssitzung erfuhr. Seehofer ist erst seit knapp 100 Tagen in der neuen großen Koalition Bundesinnenminister, seit 2008 ist er CSU-Chef.

Zuvor hatte der CSU-Vorstand mehr als sieben Stunden lang über die Konsequenzen der CSU im Asylstreit mit der CDU diskutiert. Dabei hatten Seehofer und seine Parteifreunde sich mehrheitlich gegen die Beschlüsse des EU-Gipfels und für einen nationalen Eingang ausgesprochen.