Der bekannte und mehrfach ausgezeichnete deutsche Karikaturist Klaus Stuttmann hat eine neue brisante Karikatur gezeichnet, auf der der türkische Präsident Recep Tayyip Erdoğan als Hund abgebildet ist.

Die Karikatur steht ganz offensichtlich in Zusammenhang mit der aktuell kontrovers diskutierten Zeichnung, die sich seit mehreren Tagen zu einer ernsthaften diplomatischen Krise zwischen Deutschland und der Türkei zu entwickeln scheint.

Selbst die Bundesregierung meldete sich gestern zu Wort und riet Ankara mehr Gelassenheit im Umgang mit der Zeichnung der Karikaturisten Achim Greser und Heribert Lenz, die in einem baden-württembergischen Schulbuch abgedruckt ist. Das türkische Außenministerium hatte diese am Sonntag scharf verurteilt und sie als „ausländerfeindlich und rassistisch“ bezeichnet. Die CDU-Politikerin Cemile Giousouf, die türkischstämmige Wurzeln hat, forderte die Landesregierung Baden-Württembergs zu einer Entschuldigung und Entfernung der Zeichnung auf.

Die jetzt im „Tagesspiegel“ veröffentlichte Karikatur zeigt den mit Hundepfoten dargestellten türkischen Präsidenten in einer Hundehütte mit zwei Knochen davor. Über der Hütte steht der Ausspruch: „Was für eine Beleidigung! Meinen schönen neuen Palast als Hundehütte zu zeichnen!“ Damit meint Stuttmann den ebenfalls derzeit kontrovers diskutierten neuen Amtssitz des Präsidenten, den „Ak Saray“.

Der Bau des 1.000 Zimmer umfassenden Gebäudekomplexes hat fast 500 Millionen Euro gekostet. Das bestätigte der türkische Finanzminister Mehmet Şimşek am Mittwoch. Kritiker bemängeln, dass es keine öffentliche Ausschreibung gab.