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Deutsche Anwälte prangern dramatische Zustände in der türkischen Justiz an. «Es gibt Angst», sagte der Präsident des Deutschen Anwaltvereins, Ulrich Schellenberg, am Mittwochabend bei einer Podiumsdiskussion zum Thema in Berlin. «Nichts ist für Justiz und Rechtspflege schlimmer, giftiger und auf Dauer zerstörerischer als Angst.» Sein Verein habe die Türkei mehrfach besucht, um sich ein Bild von der Lage zu machen. Anwälte hätten dort Angst, ein Mandat zu übernehmen. Sie würden in Mithaftung genommen für ihre Mandanten.

Nach Verhängung des Ausnahmezustands: Zehntausende Staatsbedienstete suspendiert 

Nach der Verhängung des Ausnahmezustands im Juli 2016 wurden in der Türkei Zehntausende Staatsbedienstete suspendiert oder entlassen und im Justizwesen Tausende Richter und Staatsanwälte ihres Amtes enthoben. Anwälte wurden wegen Terrorverdachts inhaftiert. Ankara beschuldigt Anhänger des Gelehrten Fetullah Gülen, mitverantwortlich für den Putschversuch zu sein. Derzeit befinden sich auch mehrere Deutsche wie der «Welt»-Korrespondent Deniz Yücel wegen de3s Verdachts politischer Straftaten in türkischer Haft.

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dpa/dtj
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