Deutsche Politik entscheidet sich für die Beschneidung

Das umstrittene Urteil des Kölner Landgerichts kann nach vielen Protesten der und nicht mehr lange rechtskräftig sein. Nach Angaben von Regierungssprecher Steffen Seibert sollen in Beschneidungen bald wieder straffrei sein. „Wir wollen jüdisches und wir wollen muslimisches religiöses Leben in “, sagte Seibert. Die Bundesregierung sei der Tatsache bewusst, dass gerade für die Juden die frühe von großer Bedeutung sei und deshalb verantwortungsvoll durchgeführte Beschneidungen straffrei bleiben müssten.
Das Bundesjustizministerium unterstrich ebenfalls die Bedeutung der Freiheit der religiösen Betätigung als ein hohes Rechtsgut. Die rechtliche Prüfung werde mit Hochdruck fortgesetzt. Das Vorgehen der Bundesregierung gewann den Zuspruch der - und Oppositionsmitglieder. Integrations-Staatsministerin Maria Böhmer () begrüßte das Vorgehen der Bundesregierung. Die derzeitige Rechtslage sorge bei vielen Juden und Muslimen für eine große Verunsicherung. -Generalsekretär Hermann Gröhe unterstrich die Bedeutung des verantwortungsvollen Vollzugs der Beschneidungen und sprach sich für schnellstmögliche Rechtssicherheit aus. Der SPD-Fraktionsvorsitzende Frank-Walter Steinmeier zeigte sich bereit, fraktionsübergreifend eine entsprechende Regelung zu suchen und rasch auf den Weg zu bringen. Auch die -Fraktionsvorsitzende Renate Künast stimmte einer raschen Regelung zu.