Deutsche Wirtschaft: Innovationsausgaben weiter im Steigen begriffen

Der Bundesminister für Wirtschaft und Technologie, Dr. Philipp Rösler, zeigt sich zufrieden mit den bisherigen Erfolgen des Zentralen Innovationsprogramms Mittelstand (ZIM), dem in diesem Jahr gut 500 Mio. von den 900 Mio. Euro zur Verfügung gestellt werden sollen, die im Haushalt des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie für die Innovationsförderung budgetiert sind.

Im Jahr 2011 beliefen sich die Innovationsausgaben der deutschen Wirtschaft nach Angaben des Mannheimer ZEW auf knapp 132 Mrd. Euro. Nach den bei Unternehmen mit über 5 Beschäftigten im vergangenen Frühjahr abgefragten Daten dürften die Innovationsausgaben im Jahre 2012 weiter auf 138 Mrd. Euro gestiegen sein und könnten in diesem Jahr die Schwelle von 140 Mrd. Euro überschreiten.

„Die Zahlen zu den Innovationsausgaben zeigen erneut, dass die deutsche Wirtschaft trotz eines schwierigen Umfelds in ausgezeichneter Verfassung ist“, betont der Bundeswirtschaftsminister. „Der Mittelstand ist hochflexibel und innovativ, droht aber hinter den Großunternehmen zurückzufallen. Deshalb trete ich dafür ein, auch in Zeiten der dringend nötigen wachstumsorientierten Konsolidierungspolitik die Förderung des innovativen Mittelstandes auf hohem Niveau fortzusetzen. Dies gilt insbesondere für das Zentrale Innovationsprogramm Mittelstand.”

In Deutschland können Unternehmen und mit ihnen kooperierende Forschungseinrichtungen im Rahmen des ZIM Zuschüsse für anspruchsvolle Forschungs- und Entwicklungsprojekte erhalten. Dabei sind die Unternehmen weder hinsichtlich der förderfähigen Technologiefelder noch mit Blick auf die Themenauswahl eingeschränkt. Entscheidend für die Zusage einer Förderung durch das ZIM sind der Innovationsgehalt sowie gute Marktverwertungschancen der geförderten Forschungs- und Entwicklungsprojekte. Die Antragstellung kann jederzeit erfolgen und ist vergleichsweise unkompliziert.

Sowohl für Konglomerate als auch für Einzelkämpfer attraktiv

Das ZIM bietet in diesem Zusammenhang verschiedene Optionen: Unter dem Titel „ZIM-KOOP“ werden gemeinsame Forschungs- und Entwicklungsprojekte von zwei oder mehreren Unternehmen oder die Zusammenarbeit mit Forschungseinrichtungen gefördert. Zusätzlich können in Kooperationsnetzwerken mit mindestens sechs mittelständischen Unternehmen Hilfen mit Blick auf externe Netzwerk-Managementleistungen gewährt werden. Einzelbetriebliche Forschungs- und Entwicklungsprojekte von Unternehmen, die diese Vorhaben mit eigenem Personal im Betrieb durchführen, können das ZIM-SOLO-Programm in Anspruch nehmen.

Die Kooperationen zwischen Unternehmen und Forschungseinrichtungen tragen zur Vernetzung von Wirtschaft und Wissenschaft bei. Mit dem direkten Wissenstransfer werden neue technologische Erkenntnisse in marktreife Produkte, Verfahren und Dienstleistungen umgesetzt.

Träger des Wachstums bei Innovationen sind vor allem der Fahrzeugbau, die Elektroindustrie, der Maschinenbau und die Chemie- und Pharmaindustrie. Der Innovationsanstieg wird im Wesentlichen aber immer noch von den Großunternehmen mit mehr als 500 Beschäftigten getragen.