Deutschlands Wirtschaft trotzt der europäischen Krise
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Angesichts der Entspannung in den deutsch-türkischen Beziehungen rechnet die deutsche Wirtschaft damit, dass die Exporte in die Türkei nach zwei Jahren Flaute wieder zunehmen. «Wir erwarten eine leichte Erholung», sagte der Außenwirtschaftschef des Deutschen Industrie- und Handelskammertags (DIHK), Volker Treier, der Deutschen Presse-Agentur. Ein Wachstum von etwa fünf Prozent in diesem Jahr sei machbar. 2016 gab es beim Exportgeschäft mit der Türkei ein Minus von zwei Prozent, für 2017 geht der DIHK von einem ähnlichen Wert aus.

Einbruch wegen Putschversuch 2016

Verantwortlich für den Einbruch waren die Folgen des gescheiterten Putschversuchs vom Juli 2016. «Die eineinhalb Jahre negativer Nachrichten gehen nicht spurlos an potenziellen Investitionsplänen deutscher Unternehmen vorbei», sagte Treier. Bei der Außenhandelskammer in der Türkei habe sich die Nachfrage nach Investitionsprojekten und der Vermittlung von Geschäftspartnern im vergangenen Jahr halbiert. «Davon ist auch der Handel betroffen, weil mit Investitionen Warenlieferungen einhergehen», sagte Treier. «Da werden wir noch Nachwirkungen in diesem Jahr haben – auch wenn aktuell etliche Zeichen auf Entspannung stehen.»

Deutschland wichtigster Handelspartner für Türkei

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Bereits im vierten Quartal des vergangenen Jahres habe die Kurve bei den Exporten wieder nach oben gezeigt – nach einem Einbruch von minus zehn Prozent im ersten Halbjahr. 2016 lieferten deutsche Unternehmen Waren im Wert von 22 Milliarden Euro in die Türkei. Deutschland ist der wichtigste Handelspartner für die Türkei weltweit.

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