Studenten in einem Hörsaal.

Als Ergebnis einer Studie, welche in Zusammenarbeit des Bundesministeriums für Bildung und des Deutsch Akademischen Austauschdienstes (DAAD) ausgearbeitet worden war, wurde kürzlich bekannt gegeben, dass Studenten aus dem Ausland für Deutschland von großem Vorteil seien. Bildungsministerin Johanna Wanka betonte dementsprechend auch, dass die steigende Anzahl ausländischer Studenten sehr erfreulich sei.

Ausländische Studenten, welche zum Zwecke der Hochschulbildung nach Deutschland kommen, sind nicht nur für die Welt der Wissenschaft, sondern auch für die Wirtschaft von Vorteil. Die Studie von Bildungsministerium und DAAD zeigt, dass im Jahr 2011 die Konsumausgaben von 160 702 Studenten 1,531 Milliarden Euro betragen haben.

Ausländische Studenten steuern 400 Mio. € für die Sraatskasse bei

In einem Bericht des Wirtschaftsforschungsinstituts „Prognos“ wurde zudem festgestellt, dass im Vergleich den Niederlanden, Österreich, Polen, der Schweiz und Spanien die Ausgaben der ausländischen Studenten in Deutschland zusätzliche 400 Millionen Euro für die Staatskasse beisteuern. Im Schnitt trage jeder Student jährlich 2500 Euro dazu bei. Dies würde dem Gegenwert der Erträge aus der Beschäftigung von 22 Menschen entsprechen.

Ebenfalls ein interessantes Detail: Was an Staatsausgaben für die Bildung der ausländischen Studenten anfällt, wird im Laufe von lediglich 5 Jahren vollständig wieder eingenommen, wenn nur 30% der Studenten nach ihrem Abschluss in Deutschland eine Arbeit aufnehmen.

Bundesbildungsministerin Johanna Wanka begrüßte die Ergebnisse der Studie: „Wir freuen uns darüber, dass die Anzahl der nach Deutschland kommenden ausländischen Studenten weiterhin steigt. Da sie zum Austausch von Wissen, Ideen und Erkenntnissen beitragen, sind sie willkommen.“ Darüber hinaus betonte die Ministerin, dass die Studie den konkreten wirtschaftlichen Nutzen der ausländischen Studenten an Deutschland zeigt: „Sie investieren, verbrauchen, zahlen Steuern und sorgen für Beschäftigung.“

Freunde und Botschafter unseres Landes

Wanka erklärte, dass die Hochschulen darin investieren müssten, Studenten aus der ganzen Welt dazu anzuregen, in Deutschland zu studieren und nach ihrem Abschluss in Deutschland zu bleiben. Da dies eine lohnende Investition sei, müssten die Bundes-und Landesregierungen eine weitere Erhöhung der Anzahl ausländischer Studenten anvisieren.

DAAD-Präsidentin Margret Wintermantel machte darauf aufmerksam, dass auch ausländische Studenten, die nach ihren Abschluss nicht in Deutschland bleiben, trotzdem für das Land einen wichtigen Beitrag geleistet haben. Wintermantel fügte hinzu, dass Studenten, welche als Experten in ihre Heimatländer zurückkehren, zu Freunden und Botschaftern Deutschlands werden und auf diese Weise die Rolle einer Brücke zwischen beiden Ländern übernehmen.