Die türkische Bevölkerung wächst bis 2050 auf 94 Millionen an

Die Bevölkerung der Türkei wird bis zum Jahr 2050 auf 94 Millionen Menschen anwachsen. Das Statistikinstitut der Türkei (TÜIK) veröffentlichte anlässlich des Weltbevölkerungstags die Ergebnisse der Statistik “Die Demographische Struktur der Türkei und ihre Zukunft“. Die Weltbevölkerung im Jahre 2011 wurde auf 6 Milliarden 974 Millionen Menschen geschätzt. Die Türkei mit ihren 74 Millionen Bürgern steht im Ranking von 187 Ländern an 18. Stelle. Dabei beträgt der Anteil an der Weltbevölkerung 1,1%.

Bis 2050 wird die Weltbevölkerung die Neun-Milliarden-Grenze überschreiten. Für das gleiche Jahr wird die türkische Bevölkerung auf 94 Millionen Menschen geschätzt. Damit wird sie in einer Liste von 187 Ländern an 19. Stelle stehen.
In dem vom Türkischen Zentralamt veröffentlichten Bulletin wird auf die Verbesserung der Gesundheitsdienste für Mütter und Kinder, hier insbesondere auf die Gesundheitsdienste vor der Geburt, hingewiesen. Es konnte ein leichter Anstieg verzeichnet werden, was die Anzahl der Mütter in der Türkei angeht. 90% der schwangeren Frauen ließen sich zudem vor der Geburt bei einem Arzt untersuchen. Den Statistiken des türkischen Zentralamtes zufolge nahmen 1993 62% der Frauen die Dienste eines Arztes oder einer Hebamme in Anspruch. 2008 stieg dieser Anteil unter den Schwangeren auf 90%. Je besser die Ausbildung der Frauen, desto höher ist auch der Anteil derjenigen, die Dienste von qualifiziertem Personal in Anspruch nehmen. Unter den Frauen mit Pflichtschulabschluss und ohne Schulbildung gingen 78% zu einem Arzt oder einer Hebamme, hingegen lag der Anteil bei Schwangeren, die mindestens einen Gymnasialabschluss vorweisen konnten, bei 99%.

1993 kamen der Statistik zufolge 60% der Babys in Gesundheitseinrichtungen auf die Welt. Dieser Anteil stieg 2008 auf 90%. 2008 betrug der Anteil der Entbindungen per Kaiserschnitt 37%, damit zeigt sich eine Zunahme dieser Entbindungsvariante. Während der Anteil für Kaiserschnitte 1993 bei 8% lag, betrug er 1998 14%, 2003 21%. Je älter die Schwangeren waren, desto eher brachten sie ihre Babys per Kaiserschnitt auf die Welt. Während unter Frauen mit geringer Schulbildung nur 19% per Kaiserschnitt entbanden, betrug der Anteil unter Frauen mit Gymnasialabschluss 60%. Auch konnte ein Unterschied zwischen ländlichem und städtischem Lebensraum verzeichnet werden. 2008 lagen die Kaiserschnittgeburten im städtischen Bereich bei 42%, im ländlichen Bereich hingegen nur bei 24%.