Der finnische Staatspräsident Sauli Niinistö hat sich dazu bereit erklärt, zwischen Russland und der Türkei eine Vermittlerrolle einzunehmen. Die Beziehungen zwischen beiden Ländern sind seit dem Kampfjet-Abschuss vor rund zwei Wochen angespannt.

Gegenüber dem finnischen Radiosender YLE Radio 1 sagte Niinistö, dass die Krise zwischen Russland und der Türkei mittlerweile ein erschreckendes Ausmaß angenommen habe.

„Ich will nicht als der große Friedensbotschafter dargestellt werden. Finnland ist kein großes Land. Aber ich habe bereits letztens Herrn Putin und Herrn Erdoğan getroffen und bin als Vermittler aufgetreten. Hier können selbst die kleinsten Details von Bedeutung sein.“

Nichts Neues für Finnland

Bereits im Kalten Krieg habe Finnland aufgrund seiner geographischen Lage eine Vermittlerrolle zwischen der Sowjetunion und dem Westen eingenommen. Nun gebe es eine ähnliche Konstellation. „In Europa die Flüchtlingskrise, der Nahe Osten wie gehabt. Die amerikanisch-russischen Beziehungen sind weit vom Ideal entfernt.  Ich bin bereit, in dieser Situation Verantwortung zu übernehmen“, so Niinistö, der auch auf die wichtige Rolle der EU hinwies.

Bereits vor einigen Tagen hatten sich Aserbaidschan und der Iran als mögliche Vermittler ins Gespräch gebracht.