Ein schwer bewaffneter Mann hat gestern vor dem ehemaligen Sultanspalast Dolmabahçe in Istanbul zwei Handgranaten auf Polizisten geworfen. Nach Angaben der Polizei seien diese aber nicht explodiert. Anschließend habe der Mann mit einer Pistole um sich geschossen. „Der Angreifer und seine Verbindungen sind uns bekannt. Er saß in Haft“, sagte Polizeipräsident Selami Altınok. Der Angreifer soll auch den Namen Fırat Özçelik verwenden. Die Polizei konnte den Mann nach dem missglückten Attentat festnehmen. Er hatte auch automatische Waffen bei sich.

Özçelik soll Mitglied einer linksextremistischen Terrororganisation sein. Nach seiner Verhaftung wurde der Mann ins Haseki-Krankenhaus gebracht. Dort soll er Parolen wie „Es lebe die Devrimci Halk Kurtuluş Partisi Cephesi“ gerufen haben. Die Revolutionäre Volksbefreiungspartei-Front (türkisch Devrimci Halk Kurtuluş Partisi-Cephesi oder DHKP-C) ist eine marxistisch-leninistische Terrororganisation.

Der Dolmabahçe-Palast liegt im Stadtteil Beşiktaş am europäischen Ufer des Bosporus und diente ab Mitte des 19. Jahrhunderts als Sultansresidenz.