Nach der Ermordung des jordanischen Piloten Muas al-Kasasba durch den IS lenkten syrische Aktivisten vergangenen Sonntag die Aufmerksamkeit der Welt auf die zerstörte syrische Stadt Douma. Sie fordern, die Welt möge sich ebenso für die vom syrischen Regime getöteten Einwohner Doumas erheben, wie sie es für den ermordeten Piloten tat.

Fotografen veröffentlichten im Netz Bilder von den Protesten. Diese zeigen Kinder in orangefarbenen Overalls, wie sie auch von IS-Gefangenen getragen werden, in einem Käfig. Sie halten Protestplakate in die Luft. Neben dem Käfig brennt eine Fackel.

Diese Fotos erinnern den Zuschauer an das Bild des Piloten, der vom IS verbrannt wurde. Doch die Botschaft, die sich dahinter versteckt, ist, einen Vergleich zwischen den Taten des IS und des Assad-Regimes zu ziehen.

Auf den Plakaten liest man: „Die Medien berichteten über den verbrannten jordanischen Piloten, doch keiner berichtete über die verbrannten Kinder Doumas.“ Die Proteste sind eine Reaktion auf die Luftangriffe des syrischen Regimes auf die Stadt Douma Anfang des Monats, bei denen laut der in Großbritannien ansässigen Syrischen Beobachtungsstelle für Menschenrechte 180 Menschen, darunter 55 Frauen und Kinder, getötet worden sein sollen.

Seit dem Ausbruch des syrischen Bürgerkriegs vor vier Jahren sind über 200.000 Menschen gestorben sowie Millionen auf der Flucht.