Wieder eine Flüchtlingskatastrophe im Mittelmeerraum, diesmal vor der türkischen Küste. Am Dienstag starben sechs Syrer, nachdem ein Boot, auf dem sich Menschen befanden, die auf illegalem Wege das europäische Festland erreichen wollten, vor der Küste der südtürkischen Touristenhochburg Bodrum kenterte. Etwa 60 weitere Passagiere konnten gerettet werden.

Das Boot soll Berichten zufolge um etwa 4 Uhr 30 von der Barbaros-Bucht aus in See gestochen sein und wollte auf der griechischen Insel Kos anlegen. Auf Grund heftiger Stürme drei Meter von Kara Ada, der „Schwarzen Insel“, entfernt, die in der Bucht von Bodrum im Ägäischen Meer liegt, kam das Boot ins Kentern.

Touristen, die von ihren Booten aus die Situation bemerkten, alarmierten die türkische Küstenwache. Drei Teams kamen daraufhin aus dem Hafen von Bodrum und konnten 60 Menschen retten, die es im Schwimmen zur „Schwarzen Insel“ geschafft hatten. Die Einwanderer wurden in den Hafen gebracht, diejenigen mit gesundheitlichen Problemen ins Krankenhaus. Nach einem medizinischen Check seien sie Informationen der Nachrichtenagentur Doğan zufolge aus dem Krankenhaus entlassen worden.

Rettungs- und Suchteams, die bislang sechs Leichen geborgen haben, suchen weiterhin nach weiteren Opfern der Katastrophe. Die Überreste der sechs Todesopfer wurden in die Leichenhalle des staatlichen Krankenhauses von Bodrum gebracht, damit sie von Verwandten identifiziert werden können.