Drei US-Ratingagenturen beherrschen den Markt

STANDARD & POOR’S (S&P):

Der Ratingriese ist Teil des Gemischtwarenladens McGraw-Hill – ein börsennotierter Medienkonzern, der unter anderem Schulbücher verlegt. Doch die weltgrößte Ratingagentur ist bald weitgehend auf sich alleine gestellt. McGraw-Hill verkauft sein zweites großes Standbein mit Bildungsangeboten an den Finanzinvestor Apollo. Übrig bleiben damit neben S&P die S&P-Dow-Jones-Börsenindizes sowie der besonders in der Autobranche umtriebige Marktforscher J.D. Power.

MOODY’S:

Der härteste Konkurrent von S&P ist selbst börsennotiert. Anteile halten eher unauffällige Investmentfonds, aber auch Investoren-Legende Warren Buffett, der mit seiner Firma Berkshire Hathaway auf mehr als zehn Prozent der Moody’s-Anteile kommt. Als S&P 2011 die Kreditwürdigkeit der USA von der Topnote AAA auf AA herabstufte, kritisierte Buffett dies scharf.

FITCH:

Die kleinere Nummer drei geht ebenfalls auf einen US-amerikanischen Gründer zurück, gehört heute aber dem französischen Finanzinvestor Fimalac und dem US-Medienkonzern Hearst («Cosmopolitan», «Elle»). Hinter Fimalac steht der in Frankreich weit vernetzte Geschäftsmann und Unternehmer Marc Ladreit de Lacharrière. Fitch sitzt in New York und London.