Nach drittem Flughafen jetzt auch dritte Brücke für Istanbul

Die Türkei beschloss am Jahrestag der Eroberung Istanbuls durch die Osmanen den Bau einer dritten Brücke über dem Bosporus.

Der türkische Präsident Abdullah Gül, Ministerpräsident Recep Tayyip Erdoğan, Parlamentssprecher Cemil Çiçek, Verkehrsminister Binali Yıldırım und zahlreiche weitere Minister nahmen an der bahnbrechenden Zeremonie für die Planung der Brücke im Nachbarort von Garipçe in Istanbuls Bezirk Sarıyer teil.

Präsident Gül sagte, dass die Brücke nach dem neunten osmanischen Sultan Selim I. (Yavuz Sultan Selim) benannt werden soll.

Die geplante 1.275 Meter lange Hängebrücke über dem Bosporus soll Garipçe auf der europäischen Seite mit dem Nachbarort Poyrazköy in Beykoz auf der asiatischen Seite verbinden.

Als zweitlängste Betreibermodell-Brücke der Türkei soll das Projekt 6 Milliarden Dollar kosten und die nördliche Autobahn von Marmara mit der transeuropäischen Autobahn verbinden, was 414 Kilometer von Adapazarı nach Tekirdağ umfassen würde. Die Brücke soll außerdem Istanbul von Verkehrsstaus entlasten.

Die erste Brücke, die 1973 über dem Bosporus erbaut wurde, ist die Bosporus- oder Boğaziçi-Brücke.

Die zweite Brücke, die Fatih-Sultan-Mehmet-Brücke, die nach dem osmanischen Sultan Mehmed II., dem Eroberer Istanbuls benannt ist, wurde 1988 vollendet.

In Istanbul ist derzeit auch ein dritter Flughafen in Planung. Mit sechs Start- und Landebahnen soll der Airport später bis zu 150 Millionen Passagiere im Jahr abfertigen können und damit ein Drehkreuz der internationalen Luftfahrt werden.