Der ivorische Nationalspieler Didier Drogba spielt seit Januar 2013 für Galatasaray Istanbul.

Zum Ende seiner fußballerischen Laufbahn hat Didier Drogba im Buch „Commitment“ seine Erinnerungen aufgeschrieben und lässt darin seine Karriere Revue passieren.

Auch auf seine Zeit bei Galatasaray geht er in dem Werk, das seit Kurzem erhältlich ist, ein. Drogba, der in der Türkei eineinhalb Jahre spielte, berichtet besonders vom Rückspiel im Champions-League-Viertelfinale gegen Real Madrid.

Das Hinspiel hatten die Löwen mit 0:3 verloren, die Aussichten auf ein Weiterkommen waren gering, zumal es zur Halbzeit auch noch 1:0 für Madrid stand.

In der Halbzeitpause habe Coach Fatih Terim nun seinen Assistenten Drogba mitteilen lassen, dass er vorhabe, ihn auszuwechseln. „Ich hatte meine gesamte Energie für dieses Spiel aufgehoben. ‚Du kannst mich jetzt nicht auswechseln lassen‘, habe ich Terim gesagt. ‚Wir haben immer noch eine Chance, das Spiel zu gewinnen. Wir können immer noch das Halbfinale erreichen. Wenn du mich jetzt rausnimmst, dann glaubst du nicht mehr daran. Aber ich tue es‘, waren meine Worte.“

Mourinhos Angst

Drogba blieb schließlich im Spiel und auch dank seines Tores stand es nach etwa 70 Minuten plötzlich 3:1. „Das war unglaublich. Wir waren nah dran. Ich erzielt sogar noch ein Tor, das aber wegen Abseits nicht zählte. Dann erzielte Ronaldo das 3:2 und nahm uns die Hoffnung. Wir waren ausgeschieden, aber es war eines der besten Spiele von Galatasaray, und es war gegen Real Madrid“, erinnert sich Drogba nur zu gut an die hektische Schlussphase, in der das Wunder fast noch vollbracht wurde.

Nach dem Spiel sei Real-Coach José Mourinho auf ihn zugekommen und habe ihm gegenüber zugegeben, dass es wirklich knapp gewesen sei. „Wir hatten Angst, große Angst“, habe sein ehemaliger Übungsleiter gesagt.

Der 37-Jährige Drogba spielt aktuell noch in der Major League Soccer für Montreal Impact. Sein Vertrag läuft bis Ende 2016. Es ist davon auszugehen, dass er seine Karriere im Anschluss beenden wird.