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Ehemaliger Nationalspieler Hakan Şükür will Einkünfte für Hinterbliebene spenden

Immer wieder kommen in der Türkei Menschen bei ihrer Arbeit ums Leben. Zuletzt waren in einer Kohlegrube in Ermenek in der Provinz Karaman 18 Minenarbeiter verschüttet worden. Inzwischen ist man sich sicher, dass keiner der Kumpel überlebt hat. Der Parlamentsabgeordnete und ehemalige Fußball-Profi und Nationalspieler Hakan Şükür will den Familien der Verschütteten helfen. Er wird deswegen sein Abgeordnetengehalt bis zu den nächsten Parlamentswahlen im Juni kommenden Jahres den Hinterbliebenen der Bergwerksleute spenden. Das teilte Şükür über den Kurznachrichtendienst Twitter mit. Die Spenden sollen über die Hilfsorganisation Kimse Yok Mu an die Familien verteilt werden. Zudem will der ehemalige türkische Nationalspieler auch die Häuser von zwei der verschütteten Kumpel renovieren lassen.

Bei dem Unglück Ende Oktober waren nach einem Wassereinbruch 18 Arbeiter verschüttet worden. Bislang konnten nur die Leichen von zehn Kumpel geborgen werden. Über den Verbleib der acht anderen Arbeiter wissen die Behörden nichts.

Anders als bei den Hinterbliebenen des Grubenunglücks von Soma, bei dem am 13. Mai in diesem Jahr 301 Arbeiter ums Leben kamen, werden die Angehörigen der Katastrophe von Ermenek finanziell schlechter behandelt. Die Kinder hier werden keine Waisenrente bekommen. Das ist das Ergebnis des jüngsten Gesetzespakets, welches das Parlament in Ankara beschlossen hat.

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