Bei einem Erdbeben im Nordwesten Chinas sind mindestens sechs Menschen ums Leben gekommen. Insgesamt 48 Menschen wurden bei dem Beben der Stärke 6,5 verletzt, wie die chinesische Nachrichtenagentur Xinhua berichtete. Das Epizentrum lag im Kreis Pishan in der Präfektur Hotan in der Region Xinjiang, wie das chinesische Erdbebenzentrum (CENC) mitteilte. Wegen der geringen Bevölkerungsdichte in der Gegend rechnet das Zentrum nicht mit vielen weiteren Toten.

Auch an Gebäuden gab es zahlreiche Schäden. 3000 Häuser sind zum Teil schwer beschädigt worden, wie die Nachrichtenagentur China News Service berichtete. In Pishan stürzte demnach ein Geschäftshaus ein, in dem sich mehrere Menschen aufgehalten hatten. Fünf Verletzte wurden aus den Trümmern gezogen. Zehn weitere Menschen fanden die Retter bewusstlos in der Nähe des Gebäudes vor. Sie wurden zur Behandlung in ein nahe gelegenes Krankenhaus gebracht.

Das chinesische Militär hatte direkt nach dem Unglück 70 Soldaten für Bergungsarbeiten in die Region geschickt. Weitere 140 Einsatzkräfte sollen folgen.

Kurz nach dem Hauptbeben, das um 9.07 Uhr Ortszeit die Erde erschütterte, kam es zu mehreren leichteren Nachbeben. In Pishan leben 258 000 Menschen, von denen die meisten der uigurisch-muslimischen Minderheit des Landes angehören. (dpa)