Eine griechische und eine türkische Flagge stehen bei einem Treffen der Außenminister beider Länder hinter dem Pult. Foto: Burhan Özbilici/AP/dpa

Trotz Spannungen wollen Griechenland und die Türkei ihre Gespräche über den Erdgaskonflikt im östlichen Mittelmeer und Streitigkeiten um Hoheitsrechte in der Ägäis fortsetzen.

Am 6. Oktober wollen sich in Ankara zu diesen Themen Experten treffen, wie das griechische Außenministerium am Freitag mitteilte. Bei den Sondierungen, die unter anderem von Deutschland vermittelt wurden, soll geprüft werden, ob es eine gemeinsame Basis für einen echten Dialog geben könnte, hieß es seitens des Athener Außenministeriums.

Die Gespräche dienen auch als eine Art Sicherheitsventil, damit der Kontakt zwischen den beiden Ländern nicht abbricht, falls die Situation erneut eskaliert. Athen wirft dem Nachbarn vor, illegal in Gewässern der Ausschließlichen Wirtschaftszone Griechenlands nach Erdgas zu forschen.

Nahezu tägliche Auseinandersetzungen in der Ägais

Ankara geht dagegen davon aus, dass die erkundeten Zonen zum türkischen Festlandsockel gehören und die Türkei ein Recht auf Ausbeutung der Bodenschätze habe. Der Konflikt hatte die beiden Länder im vergangenen Jahr an den Rand einer militärischen Auseinandersetzung gebracht.

In den vergangenen Monaten war es trotz leichter Entspannung zu kleineren Zwischenfällen in der Ägäis gekommen. Die beiden Nachbarstaaten führen immer wieder Manöver in dieser Region durch. Über der Ägäis kommt es fast täglich zu Abfangmanövern zwischen Kampfbombern der beiden Staaten.

dpa/dtj