Erdogan Tuerkei USA
ARCHIV: Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdo·an spricht am 20.10.2017 nach einem Treffen der D8 in Istanbul (Türkei). Foto: Uncredited/Pool Presidential Press Service/dpa

Der türkische Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan wird am 7. und 8. Dezember Griechenland besuchen. Wie es aus gut informierten Regierungskreisen am Freitagabend hieß, wird Erdogan Gespräche mit dem griechischen Präsidenten Prokopis Pavlopoulos, 

Regierungschef Alexis Tsipras und der politischen Führung Griechenlands führen. Aus Sicherheitsgründen wurden zunächst keine weiteren Details des Besuches bekannt.

Es wird der erste Besuch eines türkischen Staatsoberhauptes in Griechenland seit 1952 sein. Erdogan hatte aber als Ministerpräsidenten wiederholt Griechenland besucht. 

Spannungen um Hoheitsrechte in der Ägais entschärfen

Im Mittelpunkt der Gespräche werden die Flüchtlingskrise, die angespannte Lage im östlichen Mittelmeer, die Beziehungen EU-Türkei sowie ein Bündel strittiger bilateraler Themen stehen, hieß es weiter. Die beiden ehemals verfeindeten Nato-Staaten versuchen mit enger Kooperation im Bereich Energie, Transport und Tourismus die Spannungen um Hoheitsrechte in der Ägäis zu entschärfen. Wichtig sei, dass die Kommunikationskanäle Griechenlands mit der Türkei offen bleiben, hieß es aus Regierungskreisen am Freitagabend.

Türkiche Flüchtlinge als inoffizielles Gesprächsthema?

Beobachter befürchten allerdings mehr als die offiziell genannten Themen. Das DTJ sprach mit Beobachtern, die darauf aufmerksam machen, dass nach Erdogans Auslandsbesuchen in jüngster Vergangenheit Kritiker festgenommen worden sind. Türkische Oppositionelle, die ins Ausland flüchten müssen, entscheiden sich meist für Griechenland, weil es das demokratischste unter den Nachbarländern der Türkei ist. 

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dpa/dtj