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Erdoğan gratuliert Christen in der Türkei zu Weihnachten

Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdoğan veröffentlichte am Mittwoch eine Erklärung über das Pressezentrum des Präsidialamtes, in der er den Christen aller Konfessionen in der Türkei seine besten Wünsche für das Weihnachtsfest überbrachte und dabei die Wichtigkeit der Toleranz betonte.

„Durch die Geschichte hindurch war Anatolien stets ein Land, in dem unterschiedliche Religionen, Kulturen und Ethnien zusammengelebt hatten und wo Rassenhass, Diskriminierung, Animositäten und Hass nie einen fruchtbaren Boden fanden“, betonte Erdoğan. „All die Menschen, die vor Kriegen, Unterdrückung und Leid geflohen waren, haben in diesem Land Schutz gefunden, eine Umgebung außerordentlicher Toleranz und einen sicheren Hafen auch in schwierigsten Zeiten.“

Heute sei die Türkei weiterhin ein Ort, wo alle Bürger, unabhängig davon, welcher Religion, Glaubensrichtung, ethnischer Herkunft oder Gruppe sie angehören, in Frieden, Ruhe und Sicherheit sowie Zukunftsoptimismus ungeachtet der sie umgebenden regionalen Konflikte und Instabilitäten leben könnten.

„So, wie wir durch die Geschichte hindurch stets in Einheit und Solidarität zusammenleben konnten, so werden wir auch weiterhin die Vielfalt in unserem Land als Quelle des Reichtums begreifen“, fuhr Erdoğan fort, der im vergangenen Monat Papst Franziskus empfangen hatte. „Und wir werden gemeinsam eine Zukunft aufbauen auf der Basis des wechselseitigen Respekts.“

In diesem Zusammenhang gab Erdoğan seiner Hoffnung Ausdruck, dass „unsere Christen aus allen unterschiedlichen Kirchen und Traditionen ihr Weihnachtsfest in einem Umfeld feiern, das dieses Verständnis stärkt und hilft, das Klima der Solidarität und der Toleranz zu festigen“.

Die Erklärung schließt mit den Worten: „Mit diesen Gedanken und Gefühlen möchte ich noch einmal allen Menschen in der christlichen Welt, vor allem auch unseren Staatsbürgern, ein frohes Weihnachtsfest wünschen sowie Frieden, Freude und Wohlergehen.“

In der Türkei leben etwa 100 000 Christen. Die Situation für sie hat sich unter der AKP leicht verbessert. So dürfen etwa die aramäischen Christen in Istanbul zum ersten Mal seit 1928 ihren Kindern Schulunterricht in der eigenen Sprache erteilen.

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