Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdoğan hat die Position der Frauenbewegung in der Frage der Gleichstellung der Geschlechter als unislamisch gerügt. Zugleich verteidigte er in einer Rede seine eigene Auffassung von der Rolle der Frau, die von Gott zur Schutzbefohlenen erklärt worden sei.

Erdoğan beklagte, er sei von Feministinnen attackiert worden, weil er gesagt habe, Frauen seien dem Schutz des Mannes anvertraut worden. Er konterte damit, die Frauenbewegung habe „nichts mit unserem Glauben und unserer Kultur zu schaffen“. Man halte sich an den Propheten, der gesagt habe, dass die Frau zu schützen sei.

Vor einiger Zeit hatte der Präsident mit der Äußerung, dass Mann und Frau von Natur aus nicht gleich seien, für Diskussionen gesorgt. Das Zitat war in hiesigen Medien zum Teil falsch wiedergegeben worden. Zugleich hatte er betont, der Islam weise der Frau die Rolle der Mutter zu. Die Diskussion über die Stellung der Frau in der Gesellschaft ist in der Türkei nach der Ermordung der jungen Studentin Özgecan Aslan in der vergangenen Woche neu aufgeflammt. (KNA/dtj)