Der türkische Staatspräsident Recep Tayyip Erdoğan will dem Leiter der Religionsbehörde Diyanet ein Flugzeug für Reisen zur Verfügung stellen. „Unser Präsident der Religionsbehörde soll für seine Auslandsreisen unsere Flugzeuge aus dem aktuellen Bestand nutzen. Wieso sollte er mit einem Linienflugzeug reisen?“, sagte Erdoğan am Dienstagabend dem Sender NTV in Ankara. Auch der Papst reise nicht Linie, sondern habe ein eigenes Flugzeug und eigene Fahrzeuge.

Das allerdings entspricht nicht der Wahrheit. Für Reisen chartert der Vatikan gewöhnlich eine Maschine der italienischen Fluggesellschaft Alitalia.

Die Religionsbehörde Diyanet verwaltet die mehr als 85 000 Moscheen in der Türkei. Der Präsident der Behörde, Mehmet Görmez, war zuvor wegen seines Dienst-Mercedes‘ im Wert von rund 300 000 Euro in die Kritik geraten. Görmez hatte daraufhin angekündigt, auf das Auto zu verzichten. Erdoğan dagegen ist der Meinung, Görmez habe einen luxuriösen Dienstwagen verdient. Er werde ihm eins aus dem Bestand des Präsidialamtes zur Verfügung stellen. (dtj/dpa)