Seit Anbeginn der Zeit werde jeder Muslim in den Augen des Westens als „Türke“ gesehen. Diese Auffassung vertrat Präsident Recep Tayyip Erdoğan in einer Ansprache im Rahmen einer Zeremonie zur Verleihung des Preises „Stolz der Nation“ an die Familien gefallener Soldaten und an Veteranen.

Der Begriff sei nicht als einer genutzt worden, der irgendwelche Überlegenheit zum Ausdruck bringen solle, sondern eher als Beweis auf der Grundlage historischer Evidenz.
„Wenn in der Welt und insbesondere in Europa der Begriff ‚Muslim‘ verwendet wird, denkt man an die Menschen in diesen Ländern“, so Erdoğan. „Das Wort ‚Türke‘ wird nur in unserem Land als ethnische Zuschreibung verwendet. In den Augen des Westens ist von Anbeginn der Zeit an jeder Muslim ein Türke gewesen.“

Diese Situation stelle auch eine Verantwortung dar, welche die Geschichte dem türkischen Volk anvertraut habe, so Erdoğan. Im Anschluss an seine Rede verlieh Präsident Erdoğan 27 Familien, die in Ankara leben, den Preis „Stolz der Nation“.

Die Preisverleihung fand im Präsidentenpalast statt. Anwesend waren unter anderem noch Premierminister Ahmet Davutoğlu; Generalstabschef Necdet Özel; die stellvertretenden Premierminister Bülent Arınç und Yalçın Akdoğan sowie weitere Minister, Kommandanten der Streitkräfte, Angehörige gefallener Soldaten und Veteranen.