Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdoğan hat jedwede Behauptungen zurückgewiesen, wonach es an seiner vorgesehenen Reise nach Teheran Anfang April irgendwelche Änderungen gäbe. Erdoğan will an seinen Reiseplänen festhalten, obwohl das iranische Parlament ihn nach seiner Kritik an der „Einmischung“ des Iran im Jemen dazu aufgefordert hatte, seinen Besuch abzusagen.

„Es gibt im Iran zwei unterschiedliche Auffassungen“, erläuterte Erdoğan am Montag vor seiner Abreise zum Staatsbesuch in Slowenien. „Zum einen eine Parlamentskommission und einen stellvertretenden Vorsitzenden, die sich geäußert hatten … aber das sind nicht meine Gesprächspartner und nicht diejenigen, die über unseren Besuch entscheiden. Wir selbst werden entscheiden, ob wir hinreisen oder nicht. Wir behalten unseren Terminplan bei, aber verfolgen auch die Entwicklungen im Jemen“.

Erdoğan rief erneut dazu auf, die territoriale Einheit des Jemen zu respektieren und zu schützen und warnte vor einer „inneren oder ausländischen Intervention“ in diesem Land. „Wir haben deutlich gemacht, dass alle Seiten, die im Jemen intervenieren, das Land verlassen sollen“, betonte Erdoğan.

Parlament des Iran fordert Erdoğan zur Absage auf

„Die Entwicklungen im Jemen sind entscheidend für uns“, betonte Erdoğan. „Jedwede weiteren Schritte im Hinblick auf alle denkbaren Entscheidungen, die wir treffen können, sind denkbar. Aber für den Augenblick gibt es keine Änderung in unserem Terminplan hinsichtlich des Iran.“

Am 26. März hatte Präsident Erdoğan in einer Erklärung Teheran vorgeworfen, dieser versuche, „den Mittleren Osten zu dominieren“, und dieses Unterfangen würde Ankara „verärgern“ und ebenso Saudi-Arabien und die arabischen Golfstaaten.

Daraufhin forderte Muhammed Mehdi Zahidi namens des iranischen Parlaments die Absage des Staatsbesuchs. Erdoğan will am 5. April in den Iran reisen.