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Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan hat die US-Regierung wegen des Stopps eines geplanten Verkaufs von Schusswaffen kritisiert. Wir empfinden es als traurig, dass wir auf unsere Fragen keine Antworten finden, sagte Erdogan in einem Interview mit dem US-Amerikanischen TV-Sender PBS. „Wir bekommen für unser Geld keine Waffen. Warum gebt ihr diese Waffen dann  kostenlos den Terrororganisationen?“, fragte Erdogan weiter.  Damit spielt er auf die US-Waffenlieferungen an die kurdische YPG. Während die USA die YPG als relevant im Kampf gegen den IS sieht, wird sie von der türkischen Regierung als Ableger der Terrororganisation PKK und damit als terroristisch eingestuft.

Hintergrund: Prügelei in Washington

Die US-Regierung hat nach Angaben aus dem Kongress einen geplanten Verkauf von Schusswaffen an Leibwächter des türkischen Staatspräsidenten Recep Tayyip Erdoğan gestoppt.  Hintergrund ist das gewaltsame Vorgehen von Erdogans Personenschützern gegen Demonstranten in Washington bei einem Besuch des Staatschefs im Mai. Im vergangenen Monat wurde dort Anklage gegen 15 türkische Sicherheitskräfte erhoben.Die «New York Times» hatte im Juni berichtet, geplant sei die Lieferung von 1600 halb automatischen Handfeuerwaffen im Wert von 1,2 Millionen Dollar (1 Millionen Euro).

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